Myopieprophylaxe

Kurzsichtigkeit – was Sie dagegen tun können

Myopie ist der Fachbegriff für Kurzsichtigkeit. Eine Kurzsichtigkeit liegt vor, wenn der Augapfel im Verhältnis zum Brechwert des Auges zu lang ist. Personen mit Myopie sehen auf die Ferne schlecht. Höhere Myopien über 6 dpt bergen zudem ein erhöhtes Risiko schwerer Augenerkrankungen wie z.B. Netzhautablösungen oder Glaukom.

Man hat festgestellt, dass in den letzten Jahren die Anzahl der Kurzsichtigen stark zunimmt und nach den Ursachen sowie nach Methoden zur Vorbeugung geforscht. Die Ursachen sind noch nicht abschließend geklärt. Man geht von multifaktoriellen Einflüssen aus. Es gibt aber inzwischen wirksame Möglichkeiten, die Entwicklung einer Kurzsichtigkeit bei Jugendlichen zu bremsen.

Mehrere Ansätze werden verfolgt:

Lifestylemanagment die einfachste und kostengünstigste Variante

Hinter diesem etwas sperrigen Begriff versteht man die Anpassung der Lebens- und Sehgewohnheiten. Der einfachste und lt. Studien auch wirkungsvollste Tipp: Jeden Tag zwei Stunden an die frische Luft. Bei allen Naharbeiten sollte auf einen ausreichenden Abstand zum Auge geachtet werden– das gilt auch insbesondere für Smartphones und Tablets.

Korrektur der Kurzsichtigkeit
mit Spezial-Kontaktlinsen
 

Die Linsen erlauben den Kindern/Jugendlichen gutes Sehen in der Schule, beim Sport und in der Freizeit. Gleichzeit lassen sie durch ihr spezielles Design das Auge in der Peripherie etwas kurzsichtig. Dadurch wird das Längenwachstum nicht mehr weiter gefördert und die Zunahme der Kurzsichtigkeit kann gebremst werden.
Lesen Sie mehr zu Kontaktlinsen zur Myopieprophylaxe.

Korrektur der Kurzsichtigkeit
mit speziellen Gläsern
 

Es gibt einige Ansätze der großen Glashersteller, mit Brillengläsern eine Wirkung zu erzielen, die der Wirkung von Kontaktlinsen ähnelt. Diese Gläser werden z.T. bereits im asiatischen Markt getestet und sind für Deutschland (noch) nicht verfügbar.

Atropin

Atropin kennt man schon sehr lange als diagnostisches Medikament für Augenuntersuchungen. Zur Myopieprophylaxe wird es in sehr geringer Konzentration täglich ins Auge getropft. Atropin ist nur auf Rezept zu bekommen und in Deutschland auch nicht als fertiges Medikament zur Myopieprophylaxe verfügbar (off-label use).

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