Wird mein Kind kurzsichtig?

Myopie ist – sprich Kurzsichtigkeit – ist auf dem Vormarsch. In asiatischen Ländern zeigt sich schon lange ab, was auch in Deutschland beobachtet wird. Die Anzahl der Kinder mit Myopie nimmt zu.
Wenn Sie wissen möchten, ob ihr Kind ein erhöhtes Risiko hat, eine Kurzsichtigkeit zu entwickeln können Sie hier einen kurzen Online Test machen:

Myopie Progression Risiko

Bei erhöhtem Risiko gibt es heute schon vielversprechende Methoden, einer Myopie vorzubeugen.

Der Fachbegriff dazu heißt Myopieprophylaxe und beinhaltet verschiedene Aspekt:

  • Lebenststil
  • Korrektionsmittel
  • Medikamentöse Behandlung

Der Lebensstil spielt bei der Myopieprophylaxe eine wichtige Rolle

  • Kinder sollten möglichst 2 Stunden pro Tag im Freien sein
  • Achten Sie auf den Leseabstand und gute Beleuchtung. Spiele auf Tablets/Iphone etc. sollten nur mit ausreichendem Abstand gemacht werden. Gerade bei diesen Medien ist der Lese-/Arbeitsabstand oft deutlich zu kurz.

Die vorhandene Myopie kann mit Spezial-Kontaktlinsen korrigiert werden

Diese Linsen haben einen speziellen Aufbau, der die Peripherie der Abbildung auf der Netzhaut etwas kurzsichtig belässt. Dadurch wird das weitere Längenwachstum des Auges – und damit die Erhöhung der Myopie – eingebremst. Es gibt dies Linsen als Weichlinsen, formstabile Linsen und Ortho K Linsen (Linsen die nur Nachts getragen werden).

Medikamentöse Therapie mit Atropin Augentropfen

Nach der aktuellen Studienlage ist auch die Gabe von Atropin Augentropfen sehr effektiv um eine Myopie zu bremsen. Im Gegensatz zu den anderen Maßnahmen ist hier allerdings tägliches Tropfen von Atropin notwendig. Atropin wird normalerweise zur Diagnostik verwendet um die Akkommodation zu lähmen und die Pupille weit zu stellen. Es bleibt abzuwarten, wie die Langzeitverträglichkeit bei täglicher Gabe ist.

Sie möchten wissen, ob eine Myopieprophylaxe für Ihr Kind sinnvoll ist?

Wir informieren Sie gerne darüber.